Klimpergeld... (zu klimpern) [ von Jana am 2010-03-20 17:24:49 ] Ich kenne auch den Ausdruck Klimpergeld für Kleingeld, der ist in D weit verbreitet. Ob es vom Geklimper der Münzen kommt oder vom Kleingeld für das Geklimper der Strassenmusiker...? Achso... (zu klimpern) [ von Jana am 2010-03-20 17:24:49 ] ...ich kenne es auch für unharmonisches Versuchsmusizieren egal auf welchem Instrument, nicht spezifisch für Klavier. @klaser : Zum "Aha"! (zu übergehen) [ von Koschutnig am 2010-03-20 09:49:36 ] Warum kürzen? DWDS führt Brezis Übergehen der Augen in Goethes "König in Thule" wohl an ("dichterisch" für "weinen"; ich hab´s ja erwähnt)) - aber das ist auch schon 200 Jahre alt, und es ist offiziell das einzige Beispiel für dieses "übergehn". Außerdem steht´s da ohne Bezug auf die Tränen als Flüssigkeit. Ich nehme nicht an, dass es großen Einfluss auf den Sprachgebrauch hat; müsste sonst "die Augen laufen über" nicht ebenfalls existieren? Das Balladenlernen ist heute ja auch nicht mehr so üblich. Brezi hat mit seiner Umfrage ja gezeigt, wie es mit der geographischen Verbreitung bzw. Bekanntheit von übergehn = überlaufen von Flüssigkeiten steht - und die Wörterbücher nehmen es einfach nicht zur Kenntnis. Mitunter findet es sich immerhin als eines der Synonyme für `überkochen´`oder `überborden´ (z.B. woxikon). Die zunehmende Nordlastigkeit der "Hochsprache" macht ja nicht nur uns Österreichern zu schaffen(s. z.B. Rahm : Sahne ). Zu diesem "übergehen" gibt´s eine rege gesamtdeutsche Diskussion auf http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=155556 Viech bei den Jugentlichen (zu Viech) [ von Edi am 2010-03-20 07:29:01 ] Wird auch als positives adjektiv verwendet.
zB Er ist ur viech er hat in der halben Stunde jedes Tor gehalten! Aha! (zu übergehen) [ von klaser am 2010-03-20 01:10:36 ] Dann müsste Brezis Beispiel-Liste um "Augen übergehen" gekürzt werden. Wohl nicht (zu Pornobalken, Pornoboiken) [ von Koschutnig am 2010-03-19 15:29:02 ] österreichischem Geistesreichtum entkommen: Szene-Lexikon starflash.de: Umgangssprachlich meint der Pornobalken einen Schnurrbart bzw. Oberlippenbart.
www.n24.de: Schnorrer & Pornobalken.
"Magnum" & seine Spießgesellen www.sprachnudel.de/woerterbuch: Abwertendes Wort für Schnauzbart. Focus-Kultur, www.focus.de: Erfolgsfaktor „Pornobalken“
Brad Pitt hat einen, George Clooney auch... www.welt.de (5. 12. 2007)
: Jugendsprache
Auf den "Bananenbräuner" nur mit "Pornobalken". Als "Popelbremse" oder "Pornobalken" wird der männliche Schnäuzer bezeichnet.
Spiegel-Online (9.02.2007):
Das bedrohte Wort:
Haarsträubender "Pornobalken"
(von Bodo Mrozek)
Sie haben noch nie einen Pornobalken gesehen? Das ist ja zum Haareraufen! Vielleicht kennen Sie besagtes Requisit als Heiner-Brand-Bart. [...] Wir sind Schnauzbart! Bärte haben in Deutschland eine lange Tradition... etc. Zu weit gegriffene Übersetzung: (zu Reiberl, Ohrenreiberl) [ von Koschutnig am 2010-03-19 14:36:51 ] Eine Abreibung kann als befreiend oder unangenehm empfunden werden, das hängt davon ab, auf welcher Seite man sich befindet. Ist z. B. jemandem ein Unrecht angetan worden, so ist es durchaus verständlich, dass er seinem Unmut Luft macht, indem er dem dafür Verantwortlichen eine Abreibung erteilt, ihn also im übertragenen Sinn zurechtweist oder ihm eine Strafpredigt hält. Für die Zielperson einer solchen Abreibung gibt es meistens sehr wenig zu lachen, insbesondere dann, wenn sogar zu drastischeren Mitteln gegriffen wird (eine Abreibung verpassen = verprügeln). wissen.media: Wahrig im Bertelsmann Lexikonverlag.http://tinyurl.com/yfvzkg6
Ein Ohrenreiberl hingegen - "a urndlichs Urnreibal" ([echt:wien]) - beschränkt sich auf ein recht schmerzhaftes und als sehr unangenehm empfundenes gleichzeitiges Reiben beider Ohren des zu Behandelnden gegen die Schädelseite und fällt, wenn im Internat von Erziehern angewendet, auch unter Kindesmissbrauch. vgl. "Reiber" (zu Reiwerl) [ von Koschutnig am 2010-03-19 14:19:31 ]
= Verschlussriegel eines Fensters oder einer (Garten)Tür, eines Tores
(phix1) Wort 16946
(zu hubi fubi) [ von Cobo am 2010-03-19 13:44:03 ] Die is aber voll Hubi fubi... ist also eine Eigenschaft von jemandem Wieder ein Kuriosum (zu übergehen) [ von Koschutnig am 2010-03-19 10:27:08 ] Während in weiten Teilen Deutschlands ein höchst umgangssprachliches und mitunter irritierendes "laufen" fürs normale Gehen zu hören ist, gilt das daraus folgende "´übergehen" (von Flüssigkeiten) nicht als Standard oder ist sogar gänzlich unbekannt, wohingegen andererseits das Laufen in "überlaufen" als hochsprachlich gilt. DWDS z.B. kennt dieses "´übergehen" (mit Erstsilbenbetonung) nur in der Wendung:
5.) jmdm. gehen die Augen über
a) umg. jmd. ist durch etw. überwältigt: dir werden noch die Augen ü.!
b) dichterisch: jmd. muß weinen: Die Augen gingen ihm über, / So oft er trank daraus Goethe König in Thule II. http://tinyurl.com/ydyo5fg Ein Planquadrat ist keine Ringfahndung. (zu Planquadrat) [ von ueken am 2010-03-19 09:46:40 ] Ein Planquadrat ist ein Gebiet, in dem ein zuvor geplante Polizeiaktion durchgeführt wird (z.B. gezielte Kontrolle in Heurigenviertel um Alkohollenker zu erfassen) : Österr. Wörterbuch: 39. Aufl. Es ist also keine anlassbezogene Fahndung, sondern eine erweiterte Personenkontrolle mit einem geografischen Schwerpunkt.
Eine Ringfahndung ist dadurch gekennzeichnet, dass nach "einem schwerwiegenden polizeilichen Anlass (z.B. Überfall auf ein Geldinstitut, Attentat, Geiselnahme, Gefängnisausbruch etc.) i.d.R. ringförmig um den Tatort bzw. Feststellungsort in einem jeweils anzuordnenden Radius Kontrollstellen besetzt werden; glz. erfolgt im Inneren des Fahndungsraumes eine bewegliche Fahndung nach den Grundsätzen über die Tatortbereichsfahndung. Die den Fahndungsraum begrenzenden Fahndungsringe werden nach ihrem Abstand zum Ereignisort in Kilometern als Ring 20, Ring 30, Ring 40 oder Ring 50 benannt. In Großstädten und Ballungsräumen können erforderlichenfalls auch kleinere Ringe gewählt werden." (Möllers - Wörterbuch der Polizei: 2001)
Das ist also nicht dasselbe. Ich kenne keine bundesdeutsche Entsprechung für das polizeiliche Planquadrat.
@ Dankscheen (zu Grinzinger Pizza) [ von Che-Guevara am 2010-03-18 23:25:50 ] Hört sich recht amüsant an, ist ja auch sehr naheliegend… Jedoch kenne ich nur Pizza für besagten Effekt…
Wobei @ Dankscheen, Deine Beschreibung recht delikat klingt. Vielleicht war es aber auch ein Schwede, die ja bekanntlich jede Pizza mit einem gewissen Etwas aufrunden. Prost oder darf ich nun ¡Que aproveche! (Mahlzeit) sagen?
lg. Che auch in D bekanntes Wort, (zu klimpern) [ von Weibi am 2010-03-18 23:23:28 ] wobei es auch nicht auf das Klavier spielen begrenzt ist, man kann z.B. auch auf der Gitarre klimpern. Ungenaue "Übersetzung", denn klimpern bedeutet "ungenau oder unbeholfen" ein Instrument spielen. Nach einer Umfrage in einem deutschen Forum (zu übergehen) [ von Brezi am 2010-03-18 21:28:25 ] bekam ich unheimlich viele Hinweise die bei der regionalen Abgrenzung geholfen haben. Ganz großen Dank! Es hat sich somit herausgestellt, dass der Ausdruck auch im gesamten süddt. Raum geläufig ist. Und in "Der König in Thule" hat es auch Goethe verwendet, obwohl gebürtiger Hesse und Wahl-Thüringer. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass in D der Ausdruck umso ungeläufiger wird, je weiter man nach Norden vordringt. Im niederdt. Raum ist er dann schließlich ganz unbekannt.
Nochmals vielen Dank den Kollegen von "meinem" Forum, die eigentlich hauptberuflich Naturwissenschaftler sind. Vielleicht seid ihr neugierig geworden und schaut hier jetzt öfter herein. Brezi. Bestätigung (zu Letscho) [ von Koschutnig am 2010-03-18 20:21:23 ] : "Ich werde häufig gefragt, was Letscho ist, gerade auch im Zusammenhang mit Soljanka. Letscho ist ein in der DDR sehr beliebtes Gericht aus Paprika, Tomaten, Pfeffer, Salz und einigen anderen Dingen. Letscho hatte sich als Beilage zu Grillgerichten, Schnitzel (Zigeunerschnitzel) oder Steaks (Zigeunersteak), aber auch als Zutat zu einer Soljanka durchgesetzt. ... Um mir den Aufwand zur Zubereitung von Letscho zu ersparen, kaufe ich immer fertiges Letscho im Glas. Als typisches Ostprodukt ist es in den alten Bundesländern allerdings schwieriger zu bekommen."
http://www.torstenmaue.net/letscho.html Ein Wort aus meiner Kindheit.... (zu Letscho) [ von Jana am 2010-03-18 18:46:38 ] Ich freu mich, dass dieses Wort hier ist. Es erinnert mich an meine Kindheit. In der ehemaligen DDR kennt Letscho wirklich jeder. Interessant, das es Gegenden in D gibt wo es gar keinen Namen hat... (zu bedarfsorientierte Mindestsicherung) [ von anachoret am 2010-03-18 11:10:17 ] "Im Regierungsprogramm für die XXIV. Legislaturperiode wurde die Bekämpfung von Armut in allen relevanten Politikbereichen von den Regierungsparteien als zentrale Zielsetzung formuliert. Um diesem Vorhaben Rechnung zu tragen, ist u.a. die Einführung einer Bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS) vorgesehen.(...)Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung ist kein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Leistungen erhalten nur Personen, die über keine angemessenen eigenen Mittel verfügen, um den eigenen Bedarf bzw. den ihrer Angehörigen ausreichend decken zu können.
Eigenes Vermögen und Einkommen müssen bis auf wenige Ausnahmen eingesetzt werden, bevor eine BMS-Leistung in Anspruch genommen werden kann.(...)" Quelle: http://www.bmsk.gv.at/cms/site/dokument.html?channel=CH0052&doc=CMS1218182092804
http://www.bmsk.gv.at/cms/site/dokument.html?channel=CH0052&doc=CMS1218182092804 |